Noch viel mehr Wellen

Aktuell fühle ich mich wie ein Boot, das von Wellen hin und her geworfen wird. Sie tragen mich nach oben und nach unten. In einem Tempo, das mir manchmal zu schnell und manchmal zu langsam ist.

Ich bin willenlos und müde.

In guten Momenten höre ich mir Musik an, die ich mit Michael verbinde. Ich sehe schöne Dinge um mich herum und kann mich darüber freuen. In schlechten Momenten muss ich von einer Sekunde zur nächsten weinen. Ich kann nichts essen. Dieses ständige Schwanken zwischen sich ok fühlen oder tieftraurig sein, ist anstrengend.

Gestern habe ich Michaels Pyjama gewaschen, den er in seiner letzten Nacht zu Hause getragen hat. Ich hatte ihn aufgehoben, um immer wieder daran zu schnuppern und ihn festzuhalten. Der Duft ist weg. Nach vier Monaten.