Die Trauerarbeit unseres Sohnes

Letzte Woche war unser Sohn nach langer Zeit wieder in der Trauergruppe. Sie waren diesmal nur zu Dritt und Sohn hat zum ersten Mal sein Herz ausgeschüttet. „Mama, ich habe mal alles rausgelassen. Ich habe von Papa erzählt und davon, dass uns Freunde verlassen haben. Einfach alles. Das tat richtig gut. Auch wenn ich fast geweint habe.“

Sohn hatte zwischendurch Sorge, mit ihm würde etwas „nicht stimmen“, da er nicht mehr jeden Tag als erstes morgens an seinen Vater denkt. Oder permanent traurig ist. Ich habe versucht zu erklären, dass jeder Mensch seinen eigenen Rhythmus in der Trauerarbeit hat. Und dass es bei ihm vielleicht auch eine Art Schutzfunktion ist, um sein Überleben zu ermöglichen. Ich bin sehr froh, dass er diese Trauergruppe gefunden hat.