Unser Sohn

Langsam bricht auch die Trauer bei unserem Sohn nach außen. Er hat Angst um mich. Er möchte abends nicht mehr alleine sein. Am liebsten wäre es ihm, ich wäre ständig um ihn herum.

Wenn Freunde meines Mannes zu Besuch da sind, kuschelt und schmust er mit ihnen. Ihm fehlen die Umarmungen seines Vaters. Schon als Baby lag er immer bei seinem Vater und hat dort geschlafen. Mir war es immer zu eng und zu nah.

Auch wenn er krank war, lag stets sein Vater neben ihm, fast nie ich. Michael konnte neben Sohn schlafen, selbst wenn der sich die halbe Lunge rausgehustet hat. Ich hingegen stand wach neben dem Kinderbett und kam überhaupt nicht zur Ruhe. Also haben wir getauscht.

Jetzt merke ich, die Kraft, die ich für mich brauche, muss ich teilen. Um meinen Sohn auf dem Trauerweg nicht zu verlieren.

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