Fünf Monate

Seit fünf Monaten ist Michael tot.

Ich merke, dass meine Kräfte jeden Tag weniger werden. Sohn geht es ähnlich und wir schleppen uns gerade bis zu den Hamburger Herbstferien. Dann fahren wir weg, für zwei Wochen.

Noch nie in meinem Leben habe ich mich so auf Urlaub gefreut. Gleichzeitig habe ich das Gefühl, Michael alleine zu lassen. Weil ich nicht zu seinem Grab gehen kann. Wenn ich dort rumpuzzle ist es, als würde ich an ihm rumzupfen oder streicheln. Das mache ich jetzt zwei Wochen lang nicht.

4 Gedanken zu “Fünf Monate

  1. Stefanie

    Ach, das kann ich mir vorstellen, dass es schwer ist, das Grab zwei Wochen „allein“ zu lassen. Vielleicht kannst Du im Urlaub nach etwas Besonderem Ausschau halten, das genau dorthin passt? Dann bist Du wenigstens gedanklich irgendwie da. (Bist Du natürlich sowieso. Aber vielleicht verstehst Du, was ich meine.) Liebe Grüße, Stefanie

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  2. Christina

    Etwas Ablenkung, eine andere Umgebung und andere Eindrücke sind nach meiner Erfahrung ein guter Weg, um sich, und sei es nur zeitweise, etwas Erleichterung zu verschaffen. Auch wenn es nicht von Dauer ist, kann man daraus Kraft schöpfen. Und die wünsche ich dir und deinem Sohn.

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